Der Karneval beginnt am 11.11 um 11 Uhr 11. An diesem Elften im Elften wird, begleitet von einer ersten Vorfeier, das neue Dreigestirn offiziell der Öffentlichkeit vorgestellt.
Auf dem Alter Markt veranstaltet die Willi-Ostermann-Gesellschaft eine Feier. Hier versammeln sich zum ersten Mal verkleidete Menschen und singen die neuen Karnevalslieder. Danach ruht der Karneval, bis Anfang Januar die ersten Sitzungen abgehalten werden.
Weiberfastnacht um 11 Uhr 11 ist es dann endlich soweit: Der Straßenkarneval beginnt. An diesem Donnerstag strömen die Menschen mit ihren Kostümen auf die Straßen und, wie der Name schon sagt, die Frauen übernehmen das Kommando. Sie stürmen das Rathhaus und schneiden, ein symbolträchtiger Akt, den Männern die Krawatten ab.
Die Stadt Köln übergibt dem Prinzen für die tollen Tage die Schlüssel der Stadt. Der Rest des Tages wird in Kneipen, auf der Straße und allen anderen denkbaren Orten feuchtfröhlich gefeiert. Diese Feiern setzen sich von Freitag bis Sonntag fort. Überall wird man auf den Straßen feiernden Jecken begegnen.
Samstag findet der Geisterzug statt, der eine Alternative zu den offizellen, von den Karnevallsgesellschaften organisierten, Zügen darstellt. Sonntags ziehen die Schull- und Veedelszüge durch die Stadt, die fast den gleichen Zugweg haben, wie der Rosenmontagszug. Zusätzlich gibt es, für alle die nie genug bekommen können, Karnevalszüge in den einzelnen Stadtteilen.
Der Rosenmontag ist dann, neben Weiberfastnacht, der Höhepunkt des Straßenkarnevals. Der Rosenmontagszug, der jedes Jahr unter einem anderen Motto steht, geht um 11 Uhr 11 am Chlodwigplatz los. Der Zugweg ist über 6 Kilometer lang und bietet den Zuschauern mehrere Stunden lang ein buntes und vielfältiges Spektakel.
Zu den Bräuchen der Karnevalszüge gehört das Werfen von Kamellen und das Verteilen von Strüßje in Verbindung mit einem Bützje. Jedes Jahr kommen fast 1 Millionen Besucher zum Zug.
Nach dem Montag folgt der relativ ruhige Dienstag. Wer noch Energie übrig hat, kann auch an diesem Tag noch weiterfeiern, bis am Abend dann die Nubbelverbrennung stattfindet. Der Nubbel ist eine Strohpuppe, die man während der Karnevalstage in vielen Kneipen und aus Fenstern hängen sieht.
Der Nubbel steht symbolisch für die vielen Ausschweifungen und Sünden, die über die Tage begangen wurden. Er wird am Dienstagabend, um Mitternacht erst mit großem Wehklagen, dann unter wüsten Beschimpfungen verbrannt. Es wird eine Litanei auf kölsch verlesen und auf diese Weise Abschied genommen, als wäre der Nubbel eine geliebte Person. Dann schlägt die Stimmung um. Man beschimpft den Nubbel für alle seine Sünden, für das Trinken und Fremdgehen, ausschweifendes Feiern und übermäßiges Essen.
Mit der Verbrennung nimmt man gleichzeitig Abschied vom Karneval und entledigt sich möglicher Sünden, die man während dieser Zeit begangen hat: 'War doch alles der Nubbel Schuld'.